Der Winter hält Einzug.
Nicht mit lautem Schritt, sondern wie ein stiller Gast, der die Türen der Welt leise schließt und das Außen dämpft, damit das Innere hörbar wird.
Chorweiler Mitte liegt an diesem Tag unter einem Hauch von Puderzucker. Kein schwerer Schnee, keine Last – eher ein zartes Versprechen. Die Dächer, Wege und Kanten tragen Weiß wie eine Erinnerung an Reinheit, an einen Neubeginn, der nichts fordert, sondern nur da ist. Alles scheint langsamer zu atmen.
Die Geräusche sind gedämpft, als hätte die Zeit selbst einen Schal umgelegt. Schritte verlieren ihre Eile, Stimmen ihre Schärfe. Zwischen Beton und Glas entsteht ein Raum der Stille, der sonst selten sichtbar wird. Chorweiler, oft laut gedacht und vorschnell beurteilt, zeigt sich heute weich, beinahe verletzlich – und genau darin würdevoll.
Der Himmel hängt tief, aber nicht bedrückend. Er wölbt sich wie eine schützende Decke über die Mitte, als wolle er sagen: Du darfst ruhen.
In dieser Ruhe liegt etwas Tröstliches. Etwas, das erinnert, dass auch Orte eine Seele haben – geformt aus all den Wegen, Hoffnungen, Kämpfen und stillen Momenten der Menschen, die hier leben.
Heute sind es nur ein paar Eindrücke.
Ein leerer Platz, der nicht verlassen wirkt, sondern gesammelt.
Ein Licht in einem Fenster, das Wärme verspricht.
Ein Atemzug, der sichtbar wird und daran erinnert, dass wir Teil dieser Landschaft sind, nicht getrennt von ihr.
Spirituell betrachtet ist dieser Tag eine Einladung:
Zur Einkehr.
Zum Lauschen.
Zum Anerkennen dessen, was da ist – ohne es verändern zu müssen.
Chorweiler Mitte ruht.
Und in dieser Ruhe liegt eine leise Kraft.
Eine Kraft, die nicht laut sein muss, um wahr zu sein.






Den keinen Freund haben wir an unsere Kinder und Erwachsenen verteilt als Glücksbringer für das neue Jahr 2026

